Depression
Symptome einer Depression
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Depression ist eine Erkrankung an der Weltweit ca 350
Mio Menschen leiden. Die Gefühlsseite des Seelenlebens der
betroffenen wird dabei beeinflusst und das individuell in sehr unterschiedlicher Weise. Ein Erkrankter hat immer mehrere Krankheitsmerkmale zusammen. Hierbei spricht man von einem depressiven Syndrom. Zu beginn einer Depression reagiert die Familie und der Freundeskreis noch "wohlwollend genervt". Nach den anfänglichen hilfsbereiten und mitfühlenden Fragen und Kommentaren ändert sich dann aber langsam der Ton und das Verständnis schwindet. Die Familie und der Freundeskreis kann einen erkrankten wenig helfen! Eine Depression ist eine schwere Erkrankung, die eine Therapie durch Fachleute verlangt. Die häufigsten Merkmale sind: -Antriebslosigkeit -Innere Unruhe und Schlafstörungen -Fehlende Lebensfreude -Innere Leere und Traurigkeit -Vermindertes Selbstwertgefühl -Schwindendes Interesse -Konzentrationsschwäche -Unentschlossenheit -Schuldgefühle, Selbstanklagen -Gestörte Farbwahrnehmung (alles ist grau) -Gedanken an Selbstmord -Körperliche Beschwerden und Missbefinden Jedes dieser Symptome kann sich allmählich (über Wochen und sogar Monate) oder sehr rasch entwickeln (in Tagen oder Stunden). Oft geschieht eine Veränderung sogar schlagartig. Hierzu kommt meistens das Missverständnis des betroffenen gegenüber seine Erkrankung. Viele Vermuten in ihren Beschwerden körperlicher Natur eine organische Ursache. Häufig halten sich Depressive auch nicht für krank, was sie tatsächlich sind, sondern für Versager, oder unfähig für die Gesellschaft.
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Formen und Arten der
Depression
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Es gibt keine typische Form der Depression, sondern viele verschiedene Symptome,
die in den unterschiedlichsten Kombinationen erscheinen können. Meistens unterscheidet man eine Depression nach Schweregrad und Anzahl der Symptome. -Leichte Depressionen äußern sich durch einige nicht allzu stark ausgeprägte Symptome und sind gut und schnell zu bewältigen. Ohne Behandlung können sie sich jedoch leicht zu mittelschweren Depressionen entwickeln. -Mittelschwere Depressionen zeichnen sich durch ein breiteres Spektrum an Symptomen und Probleme bei der Bewältigung des Berufs- oder Privatlebens aus. -Schwere Depressionen sind eine ernsthafte Krankheit. Sie bereiten dem Betroffenen große Schwierigkeiten alltägliche Lebenssituationen zu meistern und werden häufig von Selbstmordgedanken begleitet. Schwere Depressionen müssen in der Regel von Fachärzten (Nervenarzt, Psychiater) oder in der Klinik behandelt werden.
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Häufigkeit und
Betroffenengruppe der Depression
| Zur Epidemiologie (Häufigkeit und Verteilung): -Die Depression ist eine der häufigsten Erkrankungen des Gehirns. -Depressionen treten bei Menschen aller sozialen Schichten, Kulturen und Nationalitäten auf unabhängig vom Alter. -Auf der ganzen Welt sind rechnerisch derzeit 350 Mio. Fälle von Depression vorhanden (Dunkelziffer weitaus höher!). -Allein in Deutschland erkranken ca. 20 % aller Bundesbürger einmal in ihrem Leben an einer Depression. -Während ca. 25 % erwachsener Frauen an einer Depression erkranken, sind nur ca. 10 % aller erwachsenen Männer betroffen. -Nicht nur Erwachsene leiden an Depressionen: ca. 2 % Kinder unter 12 Jahren und 5 % Jungendliche unter 20 Jahren erkranken an Depressionen. -In den letzten Jahren ist eine Zunahme depressiver Erkrankungen zu beobachten, vor allem bei jüngeren Geburtsjahrgängen. -Etwa die Hälfte aller Depressionen wird erkannt, und davon bleibt die Hälfte unbehandelt. -10 - 15 % aller Depressionspatienten begehen Selbstmord.
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Gründe und Ursachen
| Als Auslöser einer Depression gibt es verschiedene Möglichkeiten. -Seelische Belastungen durch einschneidende seelische oder soziale Veränderungen im Privat- oder Berufsleben. -Erschöpfung durch Überarbeitung in Beruf oder Familie oder durch Streitigkeiten. -Zu geringe Auslastung z. B. durch Arbeitslosigkeit, -Ruhestand oder durch geistige oder körperliche Untätigkeit. -Körperliche Erkrankungen, wie z. B. Hirnerkrankungen, -Schlaganfall, schwere Herzkrankheiten oder hormonelle Umstellungen. -Veranlagung.
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Verlauf einer Depression
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Eine Depression kann zwischen Wochen und Monate und in seltenen Fällen sogar
Jahre dauern. Hierbei ist entscheidend welcher Schweregrad vorliegt. In seltenen Fällen ist eine Depression eine Lebenslange Erkrankung wo der betroffene sein Lebens lang damit zu kämpfen hat, ähnlich wie bei Essstörungen. Eine Behandlung in Form von Medikamenten und/oder Beratung und Betreuung verkürzt und erleichtert den Ablauf wesentlich. Oft kommt es aber soweit nicht, da betroffene nicht einsehen wollen, das sie erkrankt sind. Wer gesteht sich schon ein, er sei Seelisch erkrankt?! Eine Depression kann, muss aber nicht, sich später durchaus wiederholen. Rückfälle können durch Medikamente und Antidepressiva mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden, jedoch ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, erneut zu erkranken! Werden schon früh neue Symptome erkannt, kann die entsprechende Behandlung die volle Ausprägung verhindern. Medikamente gelten als wirkungsvollste Behandlungsform aller Arten mittelschwerer bis schwerer Depressionen, unabhängig von der Ursache. Bei Depressionen wo die Gründe in der Kindheit oder unbewältigten Ereignissen im Alltag liegen, ist zusätzlich die Behandlung mit psychotherapeutischen Gesprächen, von Sozialtherapie oder Verhaltenstherapie erforderlich. -Antidepressiva sind wirksam (70 % der behandelten Patienten sprechen an) und verlieren mit zunehmender Therapiedauer nicht an Wirksamkeit. -Antidepressiva haben kein Suchtpotential und machen nicht abhängig. -Die Wirkung von Antidepressiva steht nicht allgemein proportional zur Dosis, es gibt aber gerade bei den älteren -Antidepressiva zu erreichende Minimaldosierungen. -Antidepressiva wirken bei Depressionspatienten während sie sich bei Gesunden nicht auszuwirken scheinen -Der primäre pharmakologische Wirkmechanismus basiert auf einer Erhöhung von Neurotransmitterspiegeln (z.B. der Noradrenalin- und/oder Serotonin-Spiegel) im Hirn. -Moderne Antidepressiva-Entwicklungen, wie z.B. NaSSA (noradrenerg und spezifisch serotonerg wirksame Antidepressiva) und herkömmliche trizyklische Antidepressiva (TZA) steigern die Freisetzung von Noradrenalin und Serotonin. Dagegen beeinflussen die selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) lediglich die Ausschüttung von Serotonin. Die wesentlichen Unterschiede zwischen Antidepressiva liegen vor allem in ihrem Verträglichskeits- und Sicherheitsprofil. Allerdings sind vor allem bei schweren Depressionen Unterschiede im Wirksamkeitsgrad zwischen den einzelnen Antidepressiva-Gruppen zu vermerken. |